Thomas Neubner | modemanagement
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Lehrveranstaltung Modemanagement
Ausbildungsziele & Lehrinhalte

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In der Lehrveranstaltung „Modemanagement“ erhalten die Studierenden einen fundierten Einblick in das internationale Modebusiness – basierend auf den drei Säulen Modekommunikation, Modemarketing und Modemanagement.
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Modekommunikation führt über einen soziologischen Ansatz sukzessive in die Bedeutung von Mode in gesellschaftlichen Kontexten ein. Das Modul fragt sowohl nach den sozialen Rahmenbedingungen, in die Kleidung eingebettet ist als auch nach dem immateriellen Wert der Mode, einem Phänomen des Zeitgeists, das sich diskursiv in Zyklen manifestiert. Hierbei wird in interdisziplinärer Herangehensweise der Gegenstand über klassische Kommunikationstheorie erarbeitet, soziologisch auf die Gesellschaft angewendet und im Kontext von großen Modeunternehmen exemplifiziert. Mit Abschluss dieses Moduls können die Studierenden kommunikative Prozesse im übergeordneten Zusammenhang des Modediskurses strategisch analysieren, adäquat bewerten und nachhaltig evaluieren.
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Modemarketing nimmt die Lehrinhalte der Kommunikationstheorie auf und fragt nach zielgerichteter strategischer Kommunikation, denn erst über ein definiertes Ziel, das monetär beziffert ist, wird Kommunikation zu Marketing. Innerhalb des Marketingmoduls werden interaktiv kontemporäre Modekampagnen analysiert und Strategien großer Modehäuser bewertet. Ein großer Teil dieses Moduls beschäftigt sich mit den Neuen Medien als Bühnen der Aufmerksamkeit im Modemarketing. In diesem Zusammenhang werden Chancen und Risiken einer Kommunikation über Soziale Netzwerke thematisiert und in externe Unternehmenskontexte eingebettet: Welche Strategien können neben klassischem Marketing implementiert werden, um neue Zielgruppen anzusprechen? Welche positiven Effekte bringt ein crossmediales Marketing mit sich und wie wird es in der Praxis umgesetzt? Diese und weitere Fragen werden innerhalb des Moduls an populären Kampagnen diskutiert, etwa dem Kooperationsmodell zwischen H&M und Maison Martin Margiela.
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Modemanagement erfasst den Managementprozess ganzheitlich im Sinne einer integrierten Kommunikation und behandelt die Koordination aller Aktivitäten in einem Modeunternehmen mit dem Zweck, definierte Ziele zu erreichen. Innerhalb dieses Moduls wird in einer gesonderten Vorlesung auf Reputationsmanagement in Modeunternehmen eingegangen, um potentielle Krisenszenarien zu antizipieren, etwa Skandale um Produktionsbedingungen. Das Modul um Management in Modeunternehmen gliedert sich in drei Teilbereiche: Management als Organisation, Management als Tätigkeit und Management als Methode. Management als Organisation umfasst dabei alle organisatorischen Prozesse innerhalb eines Modeunternehmens, Aufgabenbereiche in der Erstellung einer Kollektion und die hierarchische Abbildung im Organigramm: Welche Funktion kommt welcher Abteilung zu? Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Arbeit des Teams um den Creative Director, an dessen Stelle der eigentlich kreative Akt verortet ist. Management als Tätigkeit umfasst alle strategischen und operativen Prozesse in einem Modeunternehmen und wird auf Basis der internen und externen Unternehmenswelt besprochen.
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Management als Methode stellt theoretisch im Anschluss noch einmal Managementprozesse vor, wobei insbesondere der Blick auf dem kritischen Umgang liegt. Mit Abschluss dieses Moduls erhalten die Studierenden einen ganzheitlichen Einblick in die Managementprozesse in Modeunternehmen, können diese integriert bewerten und Fehler in der Managementkette identifizieren.